EU-Bildungskooperation

Ein hohes Niveau der allgemeinen und beruflichen Bildung ist maßgeblich für Europas Zukunft. Bildung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen ihre Fähigkeiten entwickeln können, ein erfülltes Leben und bessere Berufschancen haben. Europa braucht gut ausgebildete Bürger/innen um am globalen Markt wettbewerbsfähig zu sein. Die Europäische Union verfügt aufgrund des "Subsidiaritätsprinzips" über keine gemeinsame Bildungspolitik, da die einzelnen Mitgliedstaaten ihre Bildungssysteme selbst gestalten. "Die Union ist für die Durchführung von Maßnahmen zur Unterstützung, Koordinierung oder Ergänzung der Maßnahmen der Mitgliedstaaten zuständig." (vglAEUV).

Die EU-Bildungszusammenarbeit ist von den Prinzipien der Freiwilligkeit und des regen Austauschs geprägt. Daher werden im Bildungsbereich auch überwiegend nicht rechtsbindende Rechtsakte wie Empfehlungen oder Schlussfolgerungen verabschiedet. Der große Mehrwehrt in der Europäischen Bildungszusammenarbeit liegt im Austausch von Erfahrungen bei der Umsetzung bildungspolitischer Vorhaben. So setzen sich zum Beispiel im Rahmen der offenen Methode der Koordinierung Expertinnen und Experten in EU-Arbeitsgruppen mit Fragestellungen der allgemeinen und beruflichen Bildung auseinander. Ein wesentliches Instrument der EU-Bildungszusammenarbeit ist die Entwicklung und Überprüfung von europäischen Benchmarks. Zusätzlich fördert die EU zahlreiche Programme, die es jungen Menschen ermöglichen, Auslandserfahrungen zu sammeln.

Der Europäische Rat nahm am 17. Juni 2010 die Strategie Europa 2020 an und legte als übergeordnete Prioritäten - "intelligentes, nachhaltiges und integratives" - Wachstum fest. Bildung ist ein Kernbereich der Europa 2020-Strategie.

Geändert am: 22.12.2017

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