BM Sonja Hammerschmid verleiht den Österreichischen Schulpreis 2016 an GRG7 Kandlgasse und NMS Markt Allhau

Der Österreichische Schulpreis wird 2016 gleich zwei Mal vergeben: In der  Kategorie „Nachhaltigkeit & Innovation“ geht der erste Platz an das GRG7 Kandlgasse (Wien). Preisträger der Kategorie „Innovative Lernsettings“ ist die NMS Markt Allhau (Burgenland).

„Eine Schule, in der alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Chancen vorfinden, wo innovative und moderne Lernmethoden im Vordergrund stehen und das Gemeinsame betont und gefördert wird – so stelle ich mir die perfekte Schule vor“, so Bundesministerin Sonja Hammerschmid, die heute in der Orangerie Schönbrunn den Österreichischen Schulpreis 2016 verlieh. „Die heute hier ausgezeichneten Schulen zeigen, dass dieses Bild kein Wunschdenken ist, sondern bereits an vielen Standorten Österreichs gelebt wird. Ich gratuliere allen Gewinnerinnen und Gewinnern von ganzem Herzen und bedanke mich für die großartige Arbeit, die sie jeden Tag in den landesweiten Klassenzimmern leisten.“

Soziales Engagement und Ökologie

Nachhaltigkeit und Verantwortung werden im GRG7 Kandlgasse groß geschrieben und sind mit den Schulschwerpunkten Soziales Engagement, Ökologie, Biologie und Informatik fixer Bestandteil der Schulkultur. Das Projekt „Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung“ hat die Jury in diesem Punkt besonders beeindruckt. Im Rahmen dieses Projekts engagieren sich SchülerInnen der dritten Klassen im zweiten Schulsemester bis zu zwei Wochenstunden in gemeinnützigen sozialen Einrichtungen. Das gibt ihnen die Möglichkeit, den Blick weg von sich selbst, hin zu anderen Menschen zu lenken. So erfahren die Schülerinnen und Schüler auch selbst Anerkennung und Selbstwirksamkeit. Ergänzt wird der Schwerpunkt der Nachhaltigkeit durch gelebte Inklusion seit elf Jahren und weitere Projekte wie das Kurzfilmprojekt zu Zivilcourage/Flucht/Asyl sowie breit gefächerte Initiativen, die das Schul- und auch Bezirksleben „grüner“ gestalten. 

Den zweiten Platz in der Kategorie Nachhaltigkeit & Verantwortung erhält die VS Stiftgasse (Wien), mit dem dritten Platz wird die PTS Villach (Kärnten) ausgezeichnet. 

Nachhaltige Qualitätsentwicklung und Verbindungsmanagement

Die Neue Mittelschule Markt Allhau besticht durch ein ausgezeichnetes Gesamtkonzept, das die Jury von der Schulstufenübergangsbegleitung, über die laufende und nachhaltige Weiterentwicklung von Schul- und Unterrichtsqualität bis hin zum eingereichten „Projekt“ vollends überzeugen konnte. Methodenvielfalt, differenzierte Lernsettings, eine Lernerfolgsmappe als ständiger und transparenter Lernbegleiter für SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern sowie individuelle Stärken-Schwächen-Portfolios im Hinblick auf die Berufswahl/Berufsorientierung sind einige Beispiele, die es herauszustreichen gilt. Innovative Lernsettings sind für die NMS Markt Allhau schülerInnenaktivierende, persönlichkeitsstärkende, soziale, begabungsfördernde Settings mit dem Ziel der Nachhaltigkeit. Lerninhalte werden über Projekte, Exkursionen und Kontakt mit außerschulischen ExpertInnen ins Alltagsleben übertragen. Ein Kernstück stellt die Unterrichtsarbeit in vier fächerübergreifenden Bildungsbereichen dar. Besonders hervorzuheben ist weiters die intensive Zusammenarbeit der NMS mit den umliegenden Kindergärten, Volksschulen und weiterführenden Schulstufen. 

Platz zwei in der Kategorie Innovative Lernsettings erreicht die VS Ludesch (Vorarlberg), auf Platz drei schafft es die TN²MS St. Marienkirchen (Oberösterreich). 

Eine zusätzliche außerordentliche Anerkennung erhält dieses Jahr die HTBL u. VA Bulme Graz/Gösting (Steiermark), die zwar nicht unter den Nominierten ist, die Jury mit ihrem Projekt „Green Village“ jedoch nachhaltig für sich gewinnen konnte. 

Österreichischer Schulpreis – höchste Auszeichnung für Schulen 

Der österreichische Schulpreis würdigt seit 2008 die herausragende pädagogische Arbeit von Schulen in Österreich und ist die höchste Auszeichnung für Schulen, die das Ministerium vergibt. Die Hauptpreise in den beiden Kategorien sind mit je 4.000 Euro dotiert. Die zweiten Plätze mit je 2.000 Euro und die dritten Plätze mit je 1.000 Euro. 98 Schulen aus allen Bundesländern reichten  insgesamt für den Schulpreis 2016 ein, eine Fachjury nominierte in den zwei Kategorien anhand von sechs Qualitätskriterien jeweils drei FinalistInnen: Unterrichtsqualität und Leistung unter Einbeziehung kooperativer Lernformen (Peer-Learning), Schulmanagement und Personalentwicklung, Lebensraum Klasse und Schule, Schulpartnerschaft und Außenbeziehungen, Umgang mit Vielfalt und Internationalität. 

Bilder der Veranstaltung finden Sie unter: http://bdb.bmbf.gv.at/BilderSet/415

Rückfragen & Kontakt:

BM für Bildung
Patrizia Pappacena, MA
Pressesprecherin 
01/53120-5011
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www.bmb.gv.at
Minoritenplatz 5
1010 Wien

Wien, 06.10.2016


    

Geändert am: 06.10.2016

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