Bildungsministerin Hammerschmid leitet Umbau des Bildungssystems ein

Autonomiepaket stellt die Weichen für ein zukunftsfähiges Schulwesen

„Mit dem heute vorgelegten Autonomiepaket haben sich die konstruktiven Kräfte in diesem Land durchgesetzt. Jetzt können wir ernsthaft an Verbesserungen für unser Schulsystem arbeiten. Wir denken Schule neu“, sagt Bildungsministerin Sonja Hammerschmid anlässlich der heutigen Präsentation des Autonomiepakets im Ministerrat.

„Wir wollen beste Bildung für jedes Kind. Mit dem Autonomiepaket sind wir auf diesem Weg einen wichtigen Schritt weitergekommen. Schule wird moderner, leistungsfördernder, regional bedürfnisorientierter und vernetzter. Wir werten die Schulen auf, damit Bildungs-Maßnahmen dort ankommen, wo sie richtig sind: bei unseren Kindern", erklärt Staatssekretär Harald Mahrer.

Der Handlungsspielraum an den einzelnen Schulstandorten wird durch mehr autonome Befugnisse entscheidend gestärkt und die pädagogischen, organisatorischen und personellen Möglichkeiten umfassend erweitert.

Die wichtigsten Maßnahmen des Autonomiepakets

„Der ideale Schultyp ist selbstbestimmt. Das Autonomiepaket bildet für mich das Herzstück der Bildungsreform, denn die Pädagoginnen und Pädagogen vor Ort wissen am besten, was am Schulstandort gebraucht wird und wie sie ihre Kinder am besten fördern können“, erklärt Hammerschmid.

Um dieses Ziel zu erreichen, beinhaltet das Autonomiepaket folgende Punkte:

  • Schulcluster und Bildungscampus/-region: Zwei bis maximal acht Schulstandorte in geographisch benachbarter Lage sollen sich zu einem Schulcluster bzw. einem Bildungscampus/-region zusammenschließen können, um gemeinsam Ressourcen zu nutzen.
  • Unterrichtsorganisation: Die Schule kann autonom festlegen, welche Fächer in welcher Art der Gruppenbildung unterrichtet werden. Fächerübergreifende Projekte und jahrgangsübergreifende Unterrichtsformen werden dadurch erleichtert. Auch die Länge der Unterrichtseinheiten und die Öffnungszeiten werden flexibilisiert.
  • Auswahl der PädagogInnen: DirektorInnen sollen selbst entscheiden können, welche LehrerInnen aufgenommen werden. Sie können sich jene PädagogInnen aussuchen, die am besten zu den Bedürfnissen der Schule passen.

Teile der Schulautonomie werden seit dem aktuellen Schuljahr bereits gelebt: Mit dem Schulrechtspaket wurde bereits ermöglicht, schulautonom jahrgangs- und klassenübergreifend Unterricht zu führen. „Jetzt ist es unsere Aufgabe, die Schulen auf ihrem Weg in diese neue Freiheit bestmöglich zu begleiten“, so Hammerschmid abschließend.

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Wien, 18. Oktober 2016

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Geändert am: 28.10.2016

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