Hammerschmid: 750 Mio. Euro sichern qualitätsvollen Ausbau der Ganztagsschulen

Ganztagsschulen bringen mehr Chancengleichheit, soziale Staffelung für Kinder aus sozial schwächeren Familien

„Ich freue mich, dass wir mit dem heutigen Ministerratsbeschluss einen Schritt zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem gemacht haben. Ab dem Schuljahr 2017/18 investieren wir zusätzlich zu den bestehenden 15a-Verträgen 750 Millionen Euro in den Ausbau von ganztägigen Schulformen. Für Kinder aus sozial schwachen Familien bringt die Ganztagsschule eine neue Betreuungs-und Ausbildungsqualität“, sagt Bildungsministerin Sonja Hammerschmid anlässlich der Einigung im Ministerrat zum Ganztagsschulpaket.

Um eine Doppelförderung zu vermeiden, fließen die Mittel aus dem neuen Ganztagsschulpaket in den ersten zwei Jahren in den Ausbau von sogenannten verschränkten Ganztagsangeboten, wo sich Lernen, Unterricht und Freizeit über den Tag verteilt abwechseln. „Ein besonderes Anliegen war mir auch die Ferienbetreuung. Damit lösen wir gleich zwei Probleme auf einmal: die schulische Infrastruktur kann auch in den Sommermonaten optimal genutzt werden und wir helfen Eltern bei ihrem alljährlichen Betreuungsproblem.“

Gerade sozial benachteiligte Kinder finden in Ganztagsschulen verbesserte Lernbedingungen. Bildungsfernere Eltern können ihre Kinder oft nicht ausreichend beim Lernen unterstützen, in Ganztagsschulen findet Lernen und Üben bereits in der Schule statt, Eltern müssen sich keine Sorgen mehr um Hausübungen machen. „Es bleibt endlich mehr Zeit für ein Familienleben, Zeit für Spielen und Spaß, weil das Lernen bereits in der Schule stattgefunden hat. Beruf und Familie ist leichter unter einen Hut zu bringen, gerade auch für Alleinerziehende“, so Hammerschmid.

Der internationale Vergleich zeigt, dass Ganztagsschulen der Regelfall sind. Belgien, Frankreich, Finnland, Niederlande, Norwegen, Großbritannien – alle diese Länder haben bereits flächendeckende Betreuungsangebote. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2025 jede/r Schüler/in im Umkreis von 20 Kilometer zum Wohnort einen Platz in einer Ganztagsschule findet. Die Betreuungsquote soll von derzeit 20 auf 40 Prozent verdoppelt werden.

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Wien, 22.11.2016

Geändert am: 22.11.2016

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