Hammerschmid zu PISA-Ergebnissen: Eingeschlagenen Reformkurs rasch umsetzen!

Ausbau der Ganztagsschulen und Autonomiepaket sorgen für ein chancengerechteres Bildungssystem

Die österreichischen Jugendlichen liegen in Mathematik leicht über, in Naturwissenschaft im und in Lesen unter dem OECD-Schnitt, so die Ergebnisse der heute veröffentlichten PISA-Studie.
21 Prozent, also jede/r fünfte Jugendliche, gehört in Naturwissenschaft zur Risikogruppe. Österreich liegt in Naturwissenschaft mit 495 Punkten im OECD-Durchschnitt (493 Punkte), hat sich aber im Vergleich zur letzten Testung um 11 Punkte verschlechtert. In den Naturwissenschaften zeigt sich auch ein enormer Gender Gap: Burschen sind im Durchschnitt um 19 Punkte besser als ihre weiblichen Kolleginnen.

Beim Lesen hat Österreich 485 Punkte erreicht und liegt damit unter dem OECD-Schnitt von 493 Punkten. Fast jede/r Vierte gehört im Lesen zur Risikogruppe (23 Prozent), während die Spitzengruppe mit sieben Prozent gering ausfällt. In Mathematik liegen Österreichs SchülerInnen mit 497 Punkten leicht über dem OECD-Schnitt von 490 Punkten.
„In den drei Domänen Naturwissenschaft, Mathematik und Lesen haben wir noch immer zu große Risikogruppen und zu kleine Spitzengruppen. Das ist insgesamt kein zufriedenstellendes Ergebnis. Wir müssen ein Schulsystem schaffen, das jede Schülerin und jeden Schüler individuell fördern kann und es schafft, nicht nur Wissen, sondern vor allem Kompetenzen und Fähigkeiten zu vermitteln, die sie ein Leben lang weiterbringen werden. Mit dem Autonomiepaket wollen wir unseren Schulen diesen Freiraum geben“, betont Bildungsministerin Sonja Hammerschmid.

„Wieder einmal belegt eine internationale Studie, dass unser Kurs Richtung mehr Ganztagsschulen und mehr Gestaltungsspielraum für Schulen stimmt. Die neuesten PISA-Ergebnisse zeigen deutlich auf, dass gerade jene Länder, die das Ranking anführen, längst überwiegend Ganztagsschulen haben und ihren Schulen viel pädagogische Freiheit geben“, so Hammerschmid. 

„Wir müssen aber auch Maßnahmen setzen, die den Schülerinnen und Schülern sofort helfen. Unsere Pädagoginnen und Pädagogen brauchen Instrumente, die es ihnen erleichtern, die Stärken und Schwächen unserer Kinder rasch zu erkennen.“ Aufbauend auf den Sprachstandserhebungen und Fördermaßnahmen im Kindergartenbereich werden in der Volksschule Diagnose- und Förderinstrumente entwickelt und den PädagogInnen zur Verfügung gestellt. Diese Instrumente werden bereits erprobt und sollen ab dem nächsten Schuljahr flächendeckend in den ersten Volksschulklassen eingesetzt werden.
„Diese Ergebnisse sind nicht akzeptabel. Mit dem Autonomiepaket und dem Ausbau der Ganztagsschule liegen die Lösungen auf dem Tisch. Der eingeschlagene Reformkurs stimmt, jetzt müssen wir die Vorhaben rasch abarbeiten und gemeinsam umsetzen“, schließt Hammerschmid.

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Wien, 6. Dezember 2016

Geändert am: 06.12.2016

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