Hammerschmid: Meilenstein zur längst überfälligen Erhöhung der Studienbeihilfe erreicht

Über 40.000 Studierende in Österreich werden von der auf den Weg gebrachten Anhebung der Studienbeihilfe profitieren

“Mit dem gestern im Parlament eingebrachten Initiativantrag ist der Weg geebnet für die längst notwendige Erhöhung der Studienbeihilfe. Über 40.000 Studierende werden künftig mehr Geld vom Staat erhalten, damit sie unabhängig von ihrem ökonomischen Hintergrund ihrem Studium nachgehen können”, so Hammerschmid anlässlich der beantragten Novelle des Studienbeihilfensystems.

Für die Verbesserung der sozialen Lage der Studierenden sollen pro Jahr 60 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Konkret bedeutet das für Österreichs Studierende: Die, die am Wohnort der Eltern studieren (sogenannte ElternwohnerInnen), profitieren jährlich von einem Plus von 912 Euro. Studierende, die nicht am Wohnort der Eltern studieren (sogenannte Auswärtige), erhalten jährlich zusätzlich 1.308 Euro. Hinzu kommt: Von nun an werden alle Studierenden ab dem vollendeten 24. Lebensjahr den Beihilfensatz der Auswärtigen erhalten. Sie sind somit nicht mehr gezwungen, bei den Eltern wohnhaft bleiben zu müssen. Zudem erhalten ältere Studierende ab 24 bzw. 26 Jahren einen monatlichen Zuschlag von 20 bzw. 40 Euro. Mit der besonderen Förderung älterer Studierender berücksichtigt die Reform, dass diese Zielgruppe besonders häufig mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat, wie u.a. die vergangenen Erhebungen zur sozialen Lage der Studierenden ergeben haben.

Die Neuerungen auf einen Blick:

  • +18% auf Höchststudienbeihilfen, Valorisierung der Inflation
  • Valorisierung der Einkommensgrenzen der Eltern
  • 12% Zuschlag bleibt wie bisher erhalten und wird auf berechnete Beihilfe aufgeschlagen
  • Extra Zuschlag von 20 bzw. 40 Euro/Monat ab 24 bzw. 26 Jahren
  • Ab 24 werden alle Studierenden als Auswärtig wohnhaft eingestuft und erhalten somit jedenfalls die höhere Beihilfe

Voraussichtlich in Kraft treten wird die Novellierung mit Herbst 2017.

“Durch die Reform werden über 40.000 Studierende künftig eine verbesserte finanzielle Unterstützung erhalten. Dies ist ein wichtiger Erfolg für die Erhöhung der Chancengerechtigkeit unter Studentinnen und Studenten”, so Hammerschmid abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

BM für Bildung 
Patrizia Pappacena, MA 
Pressesprecherin 
T +43 1 53120-5011 
patrizia.pappacena@bmb.gv.at 
www.bmb.gv.at 
Minoritenplatz 5 
1010 Wien

Wien, 18. Mai 2017

Geändert am: 19.05.2017

Nach oben