Hammerschmid: Wichtiges Etappenziel zur Aufwertung der Lehrlingsausbildung

Ministerrat beschließt, dass alle dreijährigen Lehrberufe künftig Anspruch auf mindestens 1.260 Stunden in der Berufsschule haben sollen

"Heute sind wir unserem Ziel, die Lehre in Österreich aufzuwerten, ein großes Stück nähergekommen", so Bildungsministerin Sonja Hammerschmid anlässlich der Zustimmung im Ministerrat zur Neugestaltung der Berufsschul-Lehrpläne. Künftig sollen alle Lehrlinge mit dreijähriger Lehrzeit mindestens 1.260 Stunden Bildung in Berufsschulen erfahren. Der Bund befürwortete heute diese Verbesserung und sicherte die Hälfte der Berufsschullehrerkosten, die grundsätzlich Landeslehrer sind, aber je zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von den Ländern finanziert werden, zu.

Wichtiger Beschluss, der junge Frauen unterstützt

Profitieren von dieser geplanten Änderung werden rund 30.000 Lehrlinge, die unter anderem im Tourismus, dem Gastgewerbe, dem Einzel- und Großhandel sowie als FriseurInnen oder KosmetikerInnen arbeiten. Bei diesen Lehrberufen gibt es traditionell einen hohen Frauenanteil - rund 60 % der Betroffenen sind weiblich. "Insofern ist dieser Beschluss im Ministerrat auch ein wichtiger Schritt zur Gleichberechtigung und zur Unterstützung junger Frauen", so Hammerschmid.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Länder wird es mit Schuljahr 2017/18 für alle Lehrlinge mindestens 1.260 Stunden an Ausbildungsstunden in der Berufsschule geben. Damit wird sichergestellt, dass alle Jugendlichen die gleiche Anzahl an Schulstunden absolvieren und ein ähnliches Bildungsniveau nach Abschluss der Berufsschule aufweisen. Durch die Angleichung werden sie künftig besser dabei begleitet, sich fachliches Wissen anzueignen und sich auf ihre Lehrabschlussprüfungen vorzubereiten.

Im Bildungsministerium wurden knapp 200 Lehrpläne unter Einbindung von Schulaufsicht, ExpertInnen und Sozialpartnern überarbeitet bzw. neu erstellt. 165 Lehrpläne wurden bereits im August 2016 kundgemacht, sie erfüllen die 1.260 Stunden. Die fehlenden 31 Lehrpläne werden nun voraussichtlich mit dem kommenden Schuljahr in Kraft treten.

Rückfragen & Kontakt:

BM für Bildung
Patrizia Pappacena, MA
Pressesprecherin
T +43 1 53120-5011
patrizia.pappacena@bmb.gv.at
www.bmb.gv.at
Minoritenplatz 5
1010 Wien

Wien, 7. Juni 2017

Geändert am: 12.06.2017

Nach oben