Rechtliche Grundlagen

Auftrag zur Vorbereitung auf das Berufsleben:

Der Auftrag zur Vorbereitung auf das Berufsleben ist bereits in §2, Absatz 1 des Schulorganisationsgesetzes grundgelegt:

„Die österreichische Schule (…) hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen. (…)“

In den Lehrplänen der einzelnen Schularten gibt es vielfältige Bezugnahmen:

Lehrplan der verbindlichen Übung „Berufsorientierung“

Berufsorientierung ist in den Allgemein bildenden höheren Schulen, Neuen Mittelschulen und Allgemeinen Sonderschulen als verbindliche Übung mit eigenem Fachlehrplan vorgesehen:

Zur Anzahl der Wochenstunden siehe Kapitel Schularten 

Rahmenbedingungen für Realbegegnungen

Im SchUG werden die Titel, unter denen die unterschiedlichen Arten von Realbegegnungen einzuordnen sind, definiert. Es handelt sich um

Laut Allgemeinem Sozialversicherungsgesetz, § 175 Absatz 5 sind die Schüler/innen bei diesen Veranstaltungen unfallversichert.

Nähere Details sind in der Schulveranstaltungenverordnung geregelt.

Schüler/innen und Erziehungsberechtigte sind rechtzeitig über die näheren Umstände (konkrete Dauer, Treffpunkt, Fahrpläne, Ausrüstungsgegenstände, Bekleidung, finanzielle Erfordernisse, ...) zu informieren.

Der Schulleiter bzw. die Schulleiterin muss eine fachlich geeignete Lehrkraft mit der Leitung der Schulveranstaltung betrauen. Diese Person ist für die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Veranstaltung, für die Koordination im Rahmen der Schule und die Kontakte mit außerschulischen Stellen zuständig.

Die Schüler/innen sind auf relevante Rechtsvorschriften (z. B. Straßenverkehrsordnung, Jugendschutz, Arbeitnehmerschutz, arbeitshygienische Vorschriften) hinzuweisen, auf ihre Einhaltung ist zu achten.

Findet die Realbegegnung in einem Betrieb statt, so dürfen die Schüler/innen nicht in den Arbeitsprozess eingegliedert werden.

Erste-Hilfe-Leistung muss gewährleistet sein.

Für die Einschätzung der Notwendigkeit von Beaufsichtigung ist situationsbezogen vorzugehen. Prinzipiell kann ab der 9. Schulstufe die Aufsicht bei Vorliegen der erforderlichen körperlichen und geistigen Reife der Schüler/innen entfallen. Auf der 7. und 8. Schulstufe ist der Entfall zusätzlich an die Bedingung geknüpft, dass das für die Gestaltung des Unterrichtes (aber auch von Schulveranstaltungen) zweckmäßig sein muss. So kann es z.B. zweckmäßig sein, Schüler/innen bei einem Lehrausgang alleine recherchieren zu lassen und daher von einer Beaufsichtigung abzusehen. Wenn jedoch der Entfall der Beaufsichtigung für die Organisation der Veranstaltung nicht „zweckmäßig“ wäre, ist für die 7. und 8. Schulstufe jedenfalls eine Beaufsichtigung vorzusehen. Dies bedeutet nicht, dass die Betreuungsperson die anvertrauten Schüler/innen stets im Auge haben muss, sie muss jedoch – situationsbezogen mehr oder weniger – in der Nähe oder zumindest erreichbar sein um allfällige Gefahren abwenden zu können oder nötigenfalls eingreifen zu können.

Eine detaillierte Übersicht der Regelungen findet sich in Informationsblätter Schulrecht: Teil 5: Schulveranstaltungen) und im Artikel „Was ist neu am neuen Aufsichtserlass 2005?“

Projektunterricht

Eine Zusammenfassung der Bestimmungen und Tipps zum Projektunterricht finden sich hier  

Geändert am: 21.02.2017

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