Ganztägige Schulformen – die Fakten auf einen Blick

Ganztägige Schulformen (GTS) sind eine der wichtigsten Maßnahmen innerhalb eines chancengerechten, qualitativ hochwertigen Bildungssystems. Sie garantieren, dass jede Schülerin, jeder Schüler optimal betreut wird und unterstützten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. 

Im Rahmen der GTS werden die SchülerInnen an den Schultagen bis mindestens 16:00 Uhr von PädagogInnen professionell begleitet. Dabei steht gemeinsames Lernen genauso auf dem Programm wie sportliche, kulturelle und naturwissenschaftliche Aktivitäten. Der ausgewogene Wechsel von Lern- und Freizeit fördert die SchülerInnen in Ideenreichtum und Kreativität.

Eltern haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Rechtsanspruch auf einen Platz für ihr Kind in einer ganztägigen Schulform.

  • Ganztägige Schulformen können in allen allgemein bildenden Pflichtschulen (das sind Volksschulen, Sonderschulen, Neue Mittelschulen, Polytechnische Schulen) und in der AHS-Unterstufe eingerichtet werden.
  • Zuständig für die Errichtung ganztägiger Schulformen ist der jeweilige Schulerhalter. Das ist in der Regel bei den Pflichtschulen die Gemeinde des Schulstandortes und bei der AHS-Unterstufe der Bund. Die Eltern sind in den Prozess eingebunden.
  • Die ganztägige Schule wird in getrennter oder verschränkter Form, an vielen Standorten auch in beiden Formen angeboten.
  • Die ganztägige Schule in getrennter Form kann klassen-, schulstufen-, schul- und schulartenübergreifend durchgeführt werden. Bei der verschränkten Form wechseln Unterrichts-, Lern- und Freizeit im Laufe eines Tages ab. In diesem Fall gilt die Anmeldung immer für eine ganze Klasse und für die Dauer des Schulbesuchs, d. h. im Falle einer Abmeldung muss auch ein Klassenwechsel vorgenommen werden. 
  • In beiden Formen werden die SchülerInnen bis mindestens 16:00 Uhr betreut. Um ein qualitativ hochwertiges Angebot für die Kinder bieten zu können, ist es notwendig, eine entsprechende Zeitspanne für die Arbeit mit den Kindern zur Verfügung zu haben. Deswegen ist die Betreuung bis 16:00 Uhr jedenfalls vorgesehen und ermöglicht Lernen und Freizeit zur Förderung der Kinder. In der Ganztägigen Schule bekommen die Kinder am Nachmittag in der Lernzeit Unterstützung bei der Bearbeitung von Hausübungen, der Festigung der Lehrinhalte des Unterrichtsteils und individuelle Förderung. Im Freizeitteil erfolgt die Förderung der kreativen, künstlerischen, musischen und sportlichen Begabungen. Falls Schülerinnen und Schüler während der Zeit des Betreuungsteils regelmäßig eine Musikschule oder einen Sportverein besuchen, kann die Schulleitung die Erlaubnis zum Fernbleiben vom Betreuungsteil in dieser Zeit erteilen. Gesetzliche Änderungen im Rahmen der Bildungsreform 2017 erlauben ab dem Schuljahr 2018/19 im Rahmen der Autonomie weitere Flexibilisierungen.
  • Der Schulerhalter entscheidet über die Höhe des Selbstkostenanteils für Verpflegung und Freizeit. 
  • Die Einrichtung einer GTS ist nicht von der Schulstufe abhängig. Eine GTS-Gruppe oder Klasse kann z. B. auch erst ab der 2. Klasse bzw. Schulstufe eingerichtet werden. Hier gelten dieselben Voraussetzungen wie bei der 1. Klasse/Schulstufe. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Schulerhalter oder die Schulleitung. 

Geändert am: 04.09.2017

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