Ganztägige Schulformen – die Fakten auf einen Blick

Ganztägige Schulformen sind eine der wichtigsten Maßnahmen innerhalb eines chancengerechten, qualitativ hochwertigen Bildungssystems. Sie garantieren, dass jede Schülerin, jeder Schüler optimal betreut wird und unterstützten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. 

Im Rahmen der Ganztägigen Schulform werden die Schüler/innen an den Schultagen bis mindestens 16:00 Uhr von PädagogInnen professionell begleitet. Dabei steht gemeinsames Lernen genauso auf dem Programm wie sportliche, kulturelle und naturwissenschaftliche Aktivitäten. Der ausgewogene Wechsel von Lern- und Freizeit fördert die Schüler/innen in Ideenreichtum und Kreativität.

Die Bundesregierung investierte bis 2014 insgesamt 320 Millionen Euro in den Ausbau ganztägiger Schulformen. Ab 2014 werden jährlich bis zu 160 Millionen Euro investiert.

Eltern haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Rechtsanspruch auf die schulische Tagesbetreuung.

  • Ganztägige Schulformen können in allen allgemein bildenden Pflichtschulen (= Volksschulen, Sonderschulen, Neue Mittelschulen, Hauptschulen, Polytechnische Schulen) und in der AHS-Unterstufe durchgeführt werden.
  • Zuständig für die Errichtung ganztägiger Schulformen ist der jeweilige Schulerhalter. Das ist in der Regel bei den Pflichtschulen die Gemeinde des Schulstandortes und bei der AHS-Unterstufe der Bund. Die Eltern sind in den Prozess eingebunden.
  • Die ganztägige Schule wird in getrennter oder verschränkter Form angeboten.
  • Die ganztägige Schule in getrennter Form kann klassen-, schulstufen-, schul- und schulartenübergreifend durchgeführt werden. Bei der verschränkten Form wechseln Unterrichts-, Lern- und Freizeit im Laufe eines Tages ab. In diesem Fall gilt die Anmeldung immer für eine ganze Klasse und für die Dauer des Schulbesuchs, d. h. im Falle einer Abmeldung muss auch ein Klassenwechsel vorgenommen werden.
  • In beiden Formen werden die SchülerInnen bis mindestens 16:00 Uhr betreut – am Freitag ist in der verschränkten Form ein Ende ab 14:00 Uhr möglich. Um ein qualitativ hochwertiges Angebot für die Kinder bieten zu können, ist es notwendig, eine entsprechende Zeitspanne für die Arbeit mit den Kindern zur Verfügung zu haben. Deswegen ist die Betreuung bis 16:00 Uhr vorgesehen und ermöglicht Lernen und Freizeit zur Förderung der Kinder. In der Ganztägigen Schule bekommen die Kinder am Nachmittag in der Lernzeit Unterstützung bei der Bearbeitung von Hausübungen, der Festigung der Lehrinhalte des Unterrichtsteils und individuelle Förderung sowie  im Freizeitteil die Förderung der kreativen, künstlerischen, musischen und sportlichen Begabungen. Um diesen wichtigen Mix für die Kinder anbieten zu können, ist eine Anwesenheit bis 16:00 Uhr erforderlich, damit die Qualität gewährleistet wird.
  • Der Schulerhalter entscheidet über die Höhe des Selbstkostenanteils für Verpflegung und Freizeit.
  • Die ganztägige Schulform ist nicht von der Schulstufe abhängig. Sie kann z. B. auch ab der 2. Klasse eingerichtet werden. Hier gelten dieselben Voraussetzungen wie bei der 1. Schulstufe. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Schulerhalter oder die Schulleitung. 

Geändert am: 09.11.2016

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