Aktuelle EU-Kooperationen

Österreichs SchülerInnen, LehrerInnen und BildungsexpertInnen sollen sich an europäischen Projekten beteiligen und ihre guten Materialien und pädagogischen Erfahrungen einbringen. In guter Tradition, bei den ersten dabei zu sein, ist Österreich bei zahlreichen IT-relevanten EU-Kooperationen vertreten, um so auch mitbestimmender Teil der internationalen bildungspolitischen Diskussion zu sein. Abteilung II/8 betreut dabei zahlreiche EU-geförderte Projekte und Initiativen mit nationalen und internationalen Partnern, wie ENIS Austria und dem European Schoolnet u. a. 
Aktuelle Übersicht über die laufenden Projekte und Projektergebnisse

European Schoolnet - EUN

european schoolnet Logo

Das  European Schoolnet ist ein europäisches Netzwerk zwischen 31 europäischen Bildungsministerien, mit dem Ziel Erfahrungen und Informationen auf allen Bildungsebenen, in denen IKT eingesetzt wird, auszutauschen und  gemeinsam Projekte und Initiativen mit nationalen Partnern und Industriepartnern durchzuführen und zu entwickeln.
Seit 1997 unterstützt, koordiniert und entwickelt das EUN mit Sitz in Brüssel zahlreiche Projekte und Initiativen im Bereich IKT und Bildung. Die thematischen Schwerpunkte der letzten Jahre lagen dabei insbesondere in den Bereichen Digitale Kompetenzen und Tablet Einsatz (Bring your own device), interaktive Lehr- und Lernszenarien, Schlüsselkompetenzen, STEM- Ressourcen und Szenarien sowie der Entwicklung einer EUN-Academy. Das österreichische Bildungsministerium (damals BMUK) ist eines der Gründungsmitglieder des EUN und seit Beginn (1998) dabei und als Vollmitglied im EUN-Steering Committe vertreten. 

Das EUN stellt für Österreich eine wichtige Plattform für eine aktive Beteiligung am europäischen bildungspolitischen Diskurs zum Thema IKT Einsatz im Unterricht dar. Das BMB war und ist in verschiedenen Projekten und Arbeitsgruppen des EUN sowohl durch Abteilung II/8, sowie durch Schulen, LehrerInnen, ExpertInnen aktiv beteiligt  und konnte dadurch verschiedene Erfahrungen sammeln, die auch die nationalen Entwicklungen und Projekte beeinflussten oder mithalfen, nationale Bildungsprojekte umzusetzen. In diesem Sinne wird auch die Zusammenarbeit des BMB mit dem EUN als europäische Plattform und „Think Tank“ sowie als Service- Einrichtung in den nächsten Jahren durch Abteilung II/8 fortgesetzt werden.


eTwinning

www.etwinning.net, www.etwinning.at, www.atwinning.at

Diese Aktion, gefördert im Rahmen des Programms Erasmus+, verfolgt das Ziel, mit einfachen Mitteln die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Schulen zu stärken und dabei den Einsatz der modernen Kommunikations- und Informationstechnologien zu fördern. 

Mindestens zwei Schulen oder Kindergärten gehen miteinander und über die eTwinning-Plattform eine Partnerschaft ein, arbeiten an einem gemeinsamen Projekt und tauschen Ideen und Erfahrungen aus. Die einfach zu bedienende Plattform bietet dabei mit zahlreichen Tools und Arbeitsbereichen die entsprechende Unterstützung und eine sichere Arbeitsumgebung. Seit 2014 können mit der eTwinning-Plattform auch Projekte durchgeführt werden, an denen ausschließlich österreichische Schulen beteiligt sind (aTwinning). Zusätzlich gibt es in eTwinning Fortbildungsangebote für Pädagoginnen und Pädagogen: Die Palette reicht hier von Online-Bildungsveranstaltungen bis hin zu internationalen Präsenzveranstaltungen.

Zentrale eTwinning-Koordinierungsstelle: European Schoolnet, Brüssel

Nationale eTwinning-Koordinierungsstelle:
Nationalagentur Erasmus+ Bildung (National Agency for Erasmus+ Education)
etwinning@oead.at
T +43 1 53408-0
www.facebook.com/etwinningoesterreich

Kontakt im BMB 
Karl Lehner 


Ark of Inquiry (AoI)

Ark of Inquiry Logo

Inquiry Awards for Youth over Europe 
Raising youth awareness to Responsible Research and Innovation through Inquiry Based Science Education
Ark of Inquiry

Förderprogramm: FP7-SCIENCE-IN-SOCIETY-2013-1

EU-Projekt Themencluster: Forschendes Lernen, Informelles Lernen, Online Portale, Science Centres

Kurzinformation
Das AoI Projekt fördert Responsible Research and Innovation (RRI) als transparenten, interaktiven Prozess der gesellschaftliche Akteure und InnovatorInnen gleichermaßen in technologische Innovationsprozessen einbindet und den Dialog zwischen Wissenschaft, Schule und Gesellschaft fördern möchte. AoI baut eine soziale Online Plattform auf in der Communities of Learners (SchülerInnen) und Supporters (LehrerInnen, WissenschaftlerInnen, Science Centres) gegenseitig über wissenschaftliche Methoden und Forschungsergebnisse reflektieren. Zweitens werden über die Plattform best practices aus e-Learning Projekten und aus dem Bereich Forschendes Lernen verbreitet. Ein Schwerpunkt des AoI-Projektes liegt auf der Entwicklung und Verbreitung von Lernaktivitäten, die besonders Mädchen ansprechen und solchen, die sich mit sozialer Verantwortung in der Gesellschaft auseinandersetzen.

Projektlaufzeit: 2014 - 2018 

Zielgruppen: LehrerInnen, Lehramtstudierende, SchülerInnen zw. 7-18 Jahren, Science Centres, BildungsexpertInnen, politische EntscheidungsträgerInnen

Fächer: STEM (Mathematik und Natuwissenschaften), Sachunterricht

Projektkoordination: University of Tartu, Estonia (UT)

Partnerinstitutionen: Institutionen aus: AT, EE, EL, FL, FR, NL, GE, GR, HU, NL, TK

  • University of Turku, Centre for Learning Research, Finland (UTU)
  • The United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Regional
    Bureau for Science and Culture in Europe, Venice, (Italy) (UNESCO)
  • Ellinogermaniki Agogi, Research and Development Department, Greece (EA)
  • HAN University of Applied Sciences, Research Centre Quality of Learning, the Netherlands (HAN)
  • Bundesministerium für Bildung, Austria (BMB)
  • Humboldt-Universität zu Berlin, Germany (UBER)
  • Bahcesehir Egitim Kurumlari Anonim Sirketi, Turkey (BEKAS)
  • Katholieke Hogeschool Limburg, Belgium (KHLim)
  • KUTATO TANAROK ORSZAGOS SZOVETSEGE, Hungary (HRTA)
  • AHHAA Science Centre, Estonia (AHHAA)

Geplante Ergebnisse

  • Kostenlos zugängliche digitale Lernmaterialien in der AoI-Online Plattform
  • Trainingsaktivitäten mit Science Centres und Schulen, die Forschung erlebbar machen
  • Methoden zum Einsatz von verantwortungsvollem Forschen im Unterricht
  • Fördern von informellen Lernaktivitäten und persönlichen Lernansätzen

Kontakt im BMB:
Karl Lehner
karl.lehner@bmb.gv.at

Projektleitung extern:
Monika Moises
moises.monika@gmail.com 


Collaborative Education Lab 

co_lab Logo

 Collaborative Education Lab 

Projektlaufzeit:  26 Monate  (1. November 2015  – 31. Dezember 2017)

Gefördert durch:
Erasmus+
Forward-Looking Cooperation Projects

Projektkoordination und Partnerinstitutionen:
P1 European Schoolnet-EUN Partnership AISBL- BE; Koordinator
P2 Bundesministerium für Bildung, BMB-AT
P3 Instytut Badan Edukacyjnych, IBE – PL
P4 Hariduse Infotehnologia Sihtasutus, HITSA - EE
P5 National Council for Curriculum and Assessment, NCCA - IE
P6 Het Gemeenschapsonderwijs, GO! - BE
P7 Ministerio da Educacao e Cienncia – Directorate- General for Education, DGE - PT

Beschreibung des Projekts .

In diesem Projekt sollen im Rahmen der LehrerInnenausbildung (an Pädagogischen Hochschulen, aber auch für die laufende Weiterbildung) innovative Lehrmethoden des gemeinschaftlichen Lehrens und Lernens sowie die Erarbeitung und Anwendung von Kompetenzen entwickelt werden, um Projektarbeiten und Unterricht im gemeinschaftlichen Sinn zu gestalten. Neue, innovative Diagnose- und Beurteilungswerkzeuge werden im Rahmen des Projektes entwickelt, die den Lehrpersonen erlauben Szenarien zur gemeinschaftlichen Projektarbeit für SchülerInnen zu erstellen und deren Lernergebnisse zu bewerten.

Die in den Projekten iTEC und CCL erarbeiteten Möglichkeiten der Erstellung von Szenarien sollen in diesem EU-geförderten Projekt weiterentwickelt und am Beispiel von „Collaboration and Assessment“ für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen angewendet werden. Damit haben Lehrpersonen die Möglichkeit mit den vorgestellten Werkzeugen ihren eigenen Unterricht für die SchülerInnen neu und innovativ zu gestalten, indem sie Diagnose- und Beurteilungswerkzeuge einsetzen, die es ihnen erlauben, jede/n SchülerIn in einem „collaborative scenario“ zu beurteilen und den Prozess genau zu beobachten. Die konkrete Umsetzung der Ziele des Projekts in Österreich erfolgt u. a. durch gemeinsam mit PHs durchgeführte Workshops, bei welchen die Tools/Szenarien vorgestellt, getestet und dann in der Unterrichtspraxis eingesetzt werden sollen.

Zielgruppen: Lehrpersonen in Ausbildung (über PHs) und Lehrpersonen, die eine Weiterbildung über MOOC machen wollen, aber auch Policy Maker, InspektorInnen, SchulleiterInnen

Abt. II/8 – IT-Didaktik und Digitale Medien 

Projekt-Team:
Karl LEHNER, Stephan WABA
Bernhard RACZ, Hermann MORGENBESSER


Future Classroom Lab

2012 wurde dieser „Future Classroom Lab“ im EUN Büro (als Ergebnis mehrere EU-geförderter Projekte an denen auch das BMB als österreichischer Partner beteiligt war: ITEC, CCL-Tablet-Projekt) installiert, mit dem Ziel, den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht nicht nur zu präsentieren, sondern um BildunsgexpertInnen und aktiven Lehrpersonen auf internationaler Ebene einen Ort anzubieten, sich am Beispiel konkreter Lehr- und Lernsituationen zu vernetzen, darüber zu reflektieren und Erfahrungen auszutauschen. An die 100 LehrerInnen und SchuldirektorInnen aus Österreich haben in den vergangenen Jahren im Rahmen verschiedener Projekte diese Möglichkeit bereits wahrgenommen.

Für das Future Classroom Lab hat Österreich einen eigenen „Botschafter“ ernannt, Mag. Hermann Morgenbesser (BG Klosterneuburg), selbst aktiver Lehrer, spricht damit gezielt die Zielgruppe der Lehrpersonen an, um nicht nur über die verschiedenen Möglichkeiten und Angebote des FCL zu informieren, sondern auch Ergebnisse und Erfahrungen (FCL-Lehr und Lernszenarien) im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen zu verbreiten.

Im Rahmen des EUN wurden auch verschiedene Arbeitsgruppen eingerichtet, mit dem Ziel, den Austausch und die europäische Expertisen zu verschiedenen Bildungsthemen zu vertiefen,  Projekte/Projektanträge vorzubereiten und entsprechende Publikationen zu erstellen.

Derzeit ist das BMB in folgenden EUN Working Groups vertreten:

Interactive Classroom WG (Vertretung Österreich: Karl Lehner): Themen: Personalising Learning; interactive Learning Spaces; Bring your own devices, Erstellung von thematischen Publikationen und Guidelines
Interactive Classroom Working Group

Ministry of Educations STEM – WG (Vertretung Österreich: Martin Bauer): Strategien zur Förderung STEM-Education (science, technology, engineering and mathematics)

WG ICT in education indicators (Vertretung Österreich: Walter Steinkogler): Erfahrungsaustausch zu europäischen Erhebungen und Umfragen bez. IT-Einsatz im Unterricht

WG Better Internet for Kids (Vertretung Österreich: Stephan Waba): Strategien und Erfahrungsaustausch zu digital citizenship und digitale Kompetenzen

Geändert am: 29.03.2017

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