Mobile Learning - schulübergreifendes Peer Learning mit Tablets

Digitale Bildung soll möglichst breitflächigen Eingang in Österreichs Schulen finden. Das im Herbst 2015 in Zusammenarbeit zwischen Bildungs- und Infrastrukturministerium gestartete Projekt „Mobile Learning“ basiert auf einem schulübergreifendem Peer-Learning-Ansatz und zeigt, wie sehr Schülerinnen und Schüler vom Einsatz digitaler Medien profitieren. 

Das Projekt setzt auf das Know how und die Erfahrungen im eEducation-Netzwerk auf. Zwei bzw. drei Schulen mit bisher wenig Technologieeinsatz im Unterricht schließen sich mit einer erfahrenen Schule zu einem regionalen Cluster zusammen. Gemeinsam erarbeiten sie ein pädagogisches Konzept für den didaktischen Einsatz von Tablets im Unterricht. Die Expertenschule unterstützt und begleitet ihre Partnerschulen kontinuierlich über die einjährige Projektdauer bei ihrem Weg in das digitale Lehren und Lernen.

In Kooperation mit dem Bundeskanzleramt wird „Mobile Learning“ seit Februar 2017 mit einem zweiten Durchgang fortgesetzt und von derzeit 94 Standorten in 31 Clustern auf 171 Schulen in 55 Clustern ausgeweitet. 

Jede am Durchgang 2 teilnehmende Schule des regionalen Clusters erhält leihweise von Februar 2017 bis Jänner 2018 ein Set von 20 Tablets und einen Tablet-Trolley. Bei Bedarf kann auch eine mobile Internetanbindung auf LTE-Basis abgerufen werden.

Die begleitende Evaluierung des ersten Durchgangs brachte folgende Ergebnisse: Individuelles Lernen wird gefördert, Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Lernfortschritten arbeiten an gemeinsamen Aufgabenstellungen und in Teams zusammen, auf unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten kann gut eingegangen werden. Die Lehrenden der teilnehmenden Schulen sehen die Gewinne durch die Projektteilnahme in der Qualitätssteigerung für ihren Unterricht sowie der besseren Vernetzung und Zusammenarbeit mit den KollegInnen innerhalb der eigenen Schule und mit anderen Schulen.

Grundlage bilden die Zielsetzungen und Schwerpunkte von „Schule 4.0“, die Querschnittsmaterie „eLearning/die Anwendungen der neuen Technologien im Unterricht“ und das Unterrichtsprinzip „Medienbildung“, die einschlägigen Lehrplaninhalte, der Grundsatzerlass zum Projektunterricht sowie das Modell „digi.komp“. 

Um die Schulen bei der Umsetzung bestmöglich zu unterstützen werden verschiedene Begleitmaßnahmen gesetzt:

  • Schulinterne und schulübergreifende Fortbildungsmaßnahmen im regionalen Cluster
  • Vernetzungsangebote über die Virtuelle Pädagogische Hochschule
  • Safer-Internet-Workshops in den Schulen für LehrerInnen sowie für SchülerInnen um Bewusstsein für eine reflektierte Nutzung der Technologien und digitalen Medien zu schaffen

19 Good Practice Beispiele für „Mobile Learning“

Lehrerinnen und Lehrer aus allen Schularten, aus Primar- und Sekundarstufe, entwickelten im ersten Durchgang des Projekts Best-Practice-Beispiele für den Einsatz von Tablets und erprobten diese in ihrem Unterricht. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wurde das Projekt von der Arbeitsgruppe Pädagogische Psychologie der Universität Graz. Die vorliegende Broschüre enthält insgesamt neunzehn Best-Practice-Beispiele für den Einsatz von Tablets im Unterricht. Es werden Beispiele für alle Schulstufen und für unterschiedliche Fächer und Fachbereiche aufgeführt; zudem gibt es Beispiele für fächerübergreifende Unterrichtsziele. Jedes Good-Practice-Beispiel enthält eine Empfehlung für eine bestimmte Applikation für Tablets und eine Beschreibung, wie diese im Unterricht eingesetzt werden kann. Um die Orientierung zu erleichtern und einen schnellen Überblick zu ermöglichen, werden alle Best-Practice-Beispiele nach denselben Kriterien beschrieben. 

Best-Practice-Beispiele für „Mobile Learning“ - Broschüre für Lehrerinnen und Lehrer zum Einsatz von Tablets im Unterricht –  Sammlung besonders geeigneter Unterrichtsbeispiele

Geändert am: 11.04.2017

Nach oben