Schulische Gewaltprävention

Maßnahmen gegen Gewalt und konstruktive Konfliktlösungsansätze können gelernt werden

Das Bundesministerium für Bildung und Frauen setzt im Rahmen der nationalen Strategie der schulischen Gewaltprävention langfristige Aktionen und Maßnahmen. Schülerinnen und Schüler werden ebenso wie Lehrerinnen und Lehrer über (Cyber)Bullying, Extremismus und (sexuelle) Gewalt sensibilisiert. „Gewalt hat in der Schule keinen Platz – Egal ob offline oder online. Zunehmende Gewaltbereitschaft ist aber kein Problem, das die Schule allein bewältigen kann. Die Zusammenarbeit aller Schulpartner ist notwendig. Wichtig ist aufzuzeigen: Gewalt ist keine Lösung! Unsere Initiativen unterstützen Lehrerinnen und Lehrer daher, Gewaltprävention in allen Bereichen verstärkt im Schulalltag einzubinden“, so Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Gewalt hat viele Gesichter

„In einer Zeit, in der Gewalt und Aggression vor allem in Onlinemedien und auf Social Media Plattformen allgegenwärtig sind, ist es besonders wichtig, Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu sensibilisieren. Gewalt hat viele Gesichter“, so Heinisch-Hosek. Die Vermittlung von Wissen über die unterschiedlichen Formen von Gewalt und Aggression, die Stärkung von sozialen Kompetenzen, das Erlernen von Strategien mit unerwünschtem Verhalten umzugehen sowie die Förderung von Verantwortlichkeit und Zivilcourage stehen dabei im Mittelpunkt der Gewaltpräventionsmaßnahmen.

Verantwortungsvolles Handeln – auch online

„Für Kinder und Jugendliche sind digitale Medien ein selbstverständlicher Teil ihres Lebens. Dadurch ergeben sich neue Räume, in denen Konflikte entstehen können. Cyberbullying ist für Lehrerinnen und Lehrer, aber auch für Eltern, nur schwer frühzeitig zu erkennen. Umso wichtiger ist es deshalb, das Bewusstsein für den richtigen Umgang und die Gefahren im Internet zu sensibilisieren“, so Heinisch-Hosek. Auf der Website www.saferinternet.at finden Pädagoginnen und Pädagogen Informationen und Unterrichtsmaterialien, mit deren Hilfe sie die sichere Internet- und Handynutzung in der Schule thematisieren können und Hinweise wie sie bei Cyber-Mobbing richtig reagieren.

Umgang mit Gewalt kann gelernt werden

„Egal im Klassenzimmer oder im digitalen Raum – Maßnahmen gegen Gewalt und konstruktive Konfliktlösungsansätze können gelernt werden. Pädagogische Präventionsarbeit wirkt langfristig und muss laufend in den Schulen Platz finden", so die Ministerin. Die Maßnahmen des BMBF, die im Rahmen der nationalen Strategie der schulischen Gewaltprävention durchgeführt werden, informieren Schülerinnen und Schüler darüber, in welchen Formen Gewalt auftreten kann, wie sie auf Konflikte und Aggressionen deeskalierend reagieren können und wo sie sich hinwenden können, wenn sie Hilfe brauchen. Darüber hinaus gibt es bereits zahlreiche Programme, um gegen Gewalt vorzugehen, wie zum Beispiel Faustlos, Lernen ohne Angst oder WiSK. 

Geändert am: 11.08.2015

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