Schulpsychologie / Bildungsberatung

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Unter www.schulpsychologie.at findet man weitere wichtige Informationen der und über die Schulpsychologie-Bildungsberatung in ganz Österreich. 

Kennzeichnung und Auftrag

Die Schulpsychologie-Bildungsberatung steht als eine in das Schulsystem integrierte psychologische Einrichtung SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und Bediensteten der Schulaufsichtsbehörden bei der Suche nach problemvorbeugenden, reduzierenden und –lösenden Einsichten, Erfahrungen und deren Umsetzung im jeweiligen Feld zur Verfügung. Sie fördert darüber hinaus durch psychologische Information, Beratung, Begleitung und Behandlung die individuelle, soziale und organisatorische Entwicklung im Lebensbereich Schule. Die Inanspruchnahme aller Leistungen erfolgt freiwillig, vertraulich, unbürokratisch und kostenfrei für die LeistungsempfängerInnen.
Als Teil der Schulbehörde leistet die Schulpsychologie-Bildungsberatung insbesondere auch fachbezogene Beiträge bei der Konzeption und Umsetzung von systembezogenen Initiativen und Reformmaßnahmen auf regionaler Ebene, im jeweiligen Bundesland sowie auf Bundesebene. 

Im Bereich der Schulpsychologie-Bildungsberatung werden PsychologInnen beschäftigt, die in flächendeckend über ganz Österreich eingerichteten Beratungsstellen allen am schulischen Bildungsprozess beteiligten Personen und Institutionen zur Verfügung stehen.

Diese SchulpsychologInnen haben den Auftrag,

  • sich der Fragen und Probleme von SchülerInnen, Eltern und Lehrpersonen anzunehmen (Unterstützung des Individuums: Lernen, Entwicklung, Verhalten, Bildungsberatung....),
  • gemeinsam mit Schulpartnern und Schulbehörden auf regionaler und überregionaler Ebene an Weiterentwicklungen sowie an der Überwindung von Problemlagen in einzelnen Schulen und im gesamten Schulwesen (Unterstützung des Systems Schule) zu arbeiten
  • und psychologische Hilfe im Falle von Krisensituationen zu leisten.

Wichtige Grundprinzipien und zu sichernde Qualitätskriterien der schulpsychologischen Tätigkeit sind:

  • SchulpsychologInnen arbeiten wissenschaftlich fundiert, unabhängig und unter Berücksichtigung der verschiedenen Sichtweisen der Beteiligten. 
  • SchulpsychologInnen verfügen über gute Kenntnis des Systems Schule, haben Einblick in die regionalen Gegebenheiten und nutzen Vernetzungsstrukturen schulischer und außerschulischer Unterstützungssysteme.
  • Im Zuge von Klärungs- und Entwicklungsprozessen sind SchulpsychologInnen nicht nur an den Beratungsstellen, sondern auch direkt an Schulen unterstützend tätig.

Die grundsätzlichen Aufgabengebiete der Schulpsychologie-Bildungsberatung sind im Rundschreiben Nr. 30/1993  zu „Aufgaben und Struktur der Schulpsychologie-Bildungsberatung“ beschrieben.

Die aktuellen Kernaufgaben

1. Individuumsbezogene Aufgaben
  • Information
  • Beratung
    • Persönlichkeitsentwicklung und Gemeinschaftsförderung: 
      Lernen/ Verhalten/Emotionales, Persönliche Krisen
    • Bildungsberatung
  • Sachverständigentätigkeit lt. gesetzl. Bestimmungen
  • Psychologische Behandlung mit dem Ziel der Gesundheits- und Persönlichkeitsförderung
2. Systembezogene Aufgaben
  • Weiterbildung
    • Kompetenzerweiterung für Lehrer/innen und Schulleiter/innen zu Schwerpunktthemen der schulpsychologischen Arbeit (z. B. Lese-/Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie, Verhaltensprobleme, Gewalt, Schuleintrittsfragen)
    • Entwicklung von Konzepten der Aus- und Fortbildung für Schüler- und Bildungsberater/innen sowie BeraterInnen anderer psychosozialer Beratungssysteme an und für Schulen
    • Schulpsychologische Informationen für die Öffentlichkeit: z. B.: Internet, Broschüren, Fach- und breitenwirksame Printmedien
  • Entwicklungsunterstützung
    • Prävention: z. B. Soziales Lernen, Gewaltprävention
    • Intervention: z. B. Klassenintervention, Mediation/Konfliktbearbeitung, Supervision
    • Schulentwicklung: Expertisen als Grundlage für bildungspolitische Fragestellungen
    • wissenschaftliches Arbeiten
  • Vernetzung/Koordination
    • innerschulisch: z. B.: Schulaufsicht und Schulpartnerschaft, Schüler- und Bildungsberatung, Beratungslehrer/innen, Sonderpädagogische Zentren, Schulärzte/innen 
    • außerschulisch: z. B.: Therapie- und psychosoziale Einrichtungen, Jugendwohlfahrt, Kliniken
3. Unterstützung von Schulen beim Krisenmanagement
  • vorbereitende Maßnahmen
  • Unterstützung in Akutsituationen
  • Nachbetreuung

Seitens des Gesetzgebers wurden einige konkrete Aufgaben der Schulpsychologie-Bildungsberatung – meist Sachverständigentätigkeiten - auch gesetzlich verankert:

Schulpflichtgesetz

Schulunterrichtsgesetz

Suchtmittelgesetz

Geändert am: 03.08.2017

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