Gesundheitserziehung

Schulische Gesundheitsförderung

Internationale Studien zeigen, dass

  • das Selbstvertrauen von Schülerinnen und Schülern auch davon abhängt, ob sie sich in der Schule wohlfühlen;
  • Wohlbefinden und Selbstvertrauen positive Auswirkungen auf den körperlichen und den seelischen Gesundheitszustand der Schülerinnen und Schüler haben (z.B. selteneres Auftreten von Rücken- und Kopfschmerzen, von morgendlicher Müdigkeit und Nervosität);
  • das Gesundheitsverhalten durch die Schule beeinflusst wird. Es besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Schulklima und dem Anteil der rauchenden Jugendlichen an der Schule; auch zwischen Alkoholkonsum und Schulklima scheint eine Wechselwirkung zu bestehen.

Gesundheit und Schulleistungen gehen parallel. Gesündere Schülerinnen und Schüler bringen bessere Schulleistungen. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler verhalten sich gesünder. Gezielte Interventionen führen zu einer verbesserten Stress- und Problembewältigung bei Lehrpersonen und in der Folge zu einer längerfristig befriedigenderen und gesundheitlich weniger belastenden Arbeitshaltung.

Was ist schulische Gesundheitsförderung?

Gesundheitsförderung ist ein Prozess, der für gesundheitliche Zusammenhänge sensibilisiert und dadurch allen Beteiligten Möglichkeiten eröffnet, bewusst zur Erhaltung der Gesundheit beizutragen. Anders als in der Prävention, die auf die Vermeidung von Risiken zielt, will Gesundheitsförderung Menschen körperlich, psychisch und sozial stärken, um die Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen zu verringern und um einen anderen Umgang mit bestehenden Gesundheitsrisiken (z.B. Stress) zu ermöglichen.(WHO 1986)

Schule beeinflusst die Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern und Schülerinnen und Schülern z.B. über das soziale Klima, über die Gestaltung von Klassen- und Arbeitszimmern und gleichermaßen über die Qualität der Beleuchtung, die Ergonomie der Möbel sowie über die Pausengestaltung und Ernährungsangebote. Schule wirkt sich also auf die körperliche, psychische und soziale Gesundheit aller Menschen aus, die sich in ihr aufhalten.

Hauptziele schulischer Gesundheitsförderung

  • Verankerung der Gesundheitsförderung als organisationsumfassenden Ansatz (Setting Ansatz); es ist wichtig, dass Schulleitung und Kollegium hinter der Idee stehen.
  • Wissensentwicklung und Entwicklung von persönlichen Handlungskompetenzen
  • Gestaltung der Schule als gesundheitsfördernde Lebenswelt
  • Regelmäßige Thematisierung in den Gremien der Schulgemeinschaft
  • Verankerung der Gesundheitsförderung im Schulprogramm oder Schulprofil

Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur hat am 4.März 1997, mit GZ 27.909/15-V/3/96, Rundschreiben Nr, 7/1997, den Grundsatzerlass veröffentlicht, der die Aufgaben, Zielsetzungen und Grundlagen der Gesundheitsförderung in Schulen und deren Umsetzung beschreibt.    
Grundsatzerlass

Geändert am: 03.01.2017

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