Hammerschmid: Die Schaffung von Feindbildern kann durch Bildung überwunden werden

LehrerInnenfortbildung thematisiert Diversität in Gesellschaft und Klassenzimmer

„Das Risiko ist hoch, dass in herausfordernden Zeiten Feindbilder geschaffen werden und Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Gerade in diesen Zeiten ist die Auseinandersetzung mit dem Holocaust und der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in der Schule besonders wichtig, das 15. Zentrale Seminar von _erinnern.at_ unterstützt unsere LehrerInnen dabei“, erklärt Bildungsministerin Sonja Hammerschmid im Vorlauf der größten österreichischen LehrerInnenfortbildungstagung zum Thema Holocaust und Nationalsozialismus im Stift Ossiach in Kärnten.

„Ich selbst bin Oberösterreicherin, bin im Mühlviertel aufgewachsen, damit aus einem Land, das durch Orte wie Mauthausen, Gusen, Ebensee und grauenhafte Ereignisse wie die Mühlviertler Hasenjagd, für immer mit der Geschichte des Nationalsozialismus verbunden ist. Deswegen haben wir eine historische Verantwortung, gegen Antisemitismus und Rassismus aufzutreten“, so die Bildungsministerin.

Zum 15. Mal findet das Zentrale Seminar von _erinnern.at_ statt. Die einmal jährlich stattfindende LehrerInnenfortbildung zu Holocaust und Nationalsozialismus widmet sich auch diesmal wieder einem hochaktuellen Thema: Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit der Diversität in Gesellschaft und Klassenzimmer und den damit verbundenen Herausforderungen gerade im Umgang mit dem Nationalsozialismus.

Hammerschmid über die LehrerInnenfortbildung: „Das diesjährige Zentrale Seminar von _erinnern.at_ widmet sich einem Themenfeld, das nicht nur von historischer Bedeutung ist. Migration und Identität haben immer schon eine besondere Rolle gespielt und sind heute wahrscheinlich aktueller denn je.“

„Der anwachsende Antisemitismus und Rassismus und die zerstörerische Kraft die dem zunehmenden Nationalismus innewohnt, ist eine bedenkliche Entwicklung. Dieser denkwürdigen Entwicklung können wir mit Bildung entgegenwirken. Das Bildungsangebot, die Unterrichtsmaterialien und die LehrerInnenfortbildungen von _erinnern.at_ leisten einen essenziellen Beitrag zur Aufklärung und Vermittlung von demokratischen Werten“, so die Bildungsministerin abschließend in ihrer Botschaft an die LehrerInnen.

Zur Eröffnung des 15. Jubiläums des Zentralen Seminars wird die Botschafterin des Staates Israel, Talya Lador-Fresher, über 60 Jahre diplomatische Beziehungen Österreich-Israel sprechen. Der wissenschaftliche Teil des Seminars ist ebenso hochkarätig besetzt. So hält u.a. der renommierte Politikwissenschaftler Anton Pelinka (CEU Budapest) einen Vortrag zum Thema „Flucht und Vertreibung in der NS-Zeit – Flüchtlinge heute: Hängt das zusammen?“

Rückfragen & Kontakt:

BM für Bildung
MMag.a Kathrin Liener
Pressesprecherin
T +43 1 53120-5026
kathrin.liener@bmb.gv.at
www.bmb.gv.at
Minoritenplatz 5 

Wien, 24.11.2016

Geändert am: 24.11.2016

Nach oben