Weiterentwickeltes Modell der Deutschförderung
Kinder und Jugendliche mit Sprachförderbedarf in Deutsch erhalten in österreichischen Schulen umfassende Unterstützung. Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler die Sprachkompetenzen erwerben, die sie für soziale Teilhabe sowie Lern- und späteren beruflichen Erfolg benötigen.
Mehr Autonomie in der Deutschförderung!
Ab dem Schuljahr 2026/27 haben Schulen die Möglichkeit, die Deutschförderung an ihrer Schule autonom auszugestalten. So kommt mehr Flexibilität in die Umsetzung und kann die Deutschförderung noch besser an die Bedarfe vor Ort angepasst werden.
Das seit 2018/19 bestehende Modell der Deutschförderung (Deutschförderklassen und Deutschförderkurse) bleibt weiterhin für jene Schulen verfügbar, die in den bekannten Organisationsformen weiterarbeiten möchten.
Welche Änderungen bringt das Schuljahr 2026/27
- Schulen können ab sofort zwischen einer autonomen Deutschförderung und dem bisher bestehenden Deutschfördermodell (Deutschförderklassen, -kurse) wählen
- Neue Aufstiegsregelungen sollen Laufbahnverluste reduzieren
- MIKA-D wird künftig nur noch am Ende des Sommersemesters verpflichtend erhoben und kommt optional bei beobachteten Lernfortschritten zum Einsatz
- In der Deutschförderklasse ist nun in besuchten Gegenständen eine Leistungsbeurteilung möglich.
Konkrete nächste Schritte
Österreichweit haben rund 52% der Schulen mit außerordentlichen Schüler/innen ein Sprachförderkonzept für ihren Standort ausgearbeitet und werden im Schuljahr 2026/27 die Sprachförderung schulautonom gestalten.
Für die Planung von Fördermaßnahmen und die erfolgreiche Umsetzung stellt das BMB allen Schulen Qualitätskriterien für gelingende Deutschförderung zur Verfügung.
Die Umsetzung der Deutschförderung erfolgt sowohl für das schulautonome als auch für das Standardmodell mit Begleitung der Schulaufsicht. Im Rahmen des Qualitätsmanagements für Schulen werden die Deutschfördermaßnahmen in den Blick genommen, um die Qualität und Wirksamkeit sicherzustellen.
Die vom BMB bereitgestellten Qualitätskriterien dienen den Schulen zur Orientierung in der Planung und erfolgreichen Umsetzung der Deutschförderung – im autonomen Modell ebenso wie im Standardmodell.