Leitfaden Hunde in der Schule

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Der Leitfaden zur hundegestützten Pädagogik „Hunde in der Schule“ des Bundesministeriums für Bildung ist eine Informationsgrundlage für jene SchulleiterInnen, LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern, an deren Schule der Einsatz von Hunden im Unterricht überlegt wird.

Im Zentrum des Ansatzes der hundegestützten Pädagogik steht die wissenschaftlich belegte positive Wirkung von Tieren auf die Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig müssen die pädagogische Qualität und besonders die physische Sicherheit der Schülerinnen und Schüler wie auch der Erwachsenen in der Schule genauso wie die Bedachtnahme auf die Bedürfnisse des Tieres gewährleistet sein.

Der Leitfaden enthält Hinweise zur pädagogischen Wirkweise der hundegestützten Pädagogik hinsichtlich des sozialen Klimas in der Klasse und der Schulzufriedenheit sowie grundlegende Vorgaben im Hinblick auf die geeignete Ausbildung der hundeführenden Lehrpersonen, externer HundeführerInnen und der Hunde selbst.

Leitfaden Hunde in der Schule


Ausbildung von LehrerInnen

Auf Basis des Leitfadens wurden Curricula zur Ausbildung von LehrerInnen, die ihren geschulten Hund in der Klasse einsetzen wollen, entwickelt.  In den Pädagogischen Hochschulen des Burgenlandes und des Bundes in Oberösterreich werden  diese Lehrgänge bereits mit großem Erfolg durchgeführt.


Umsetzung in der Klasse

Die Lehrgangsteilnehmerinnen des Burgenlandes legten im Juni 2014 ihre Abschlussarbeiten vor.

Die positive Darstellung der Arbeit mit den Schüler/innen und dem Klassenhund, die Unterstützung der Schulleitung, die überwiegende Zustimmung der Eltern und nicht zuletzt die Begeisterung der SchülerInnen belegen den Erfolg der hundegestützten Pädagogik im Klassenzimmer. Es werden beispielsweise die Beziehungen der SchülerInnen untereinander und zur Lehrperson gefestigt.

Der Lehrgang basiert u.a. auch auf der Bindungstheorie von John Bowlby (englischer Kinder- und Erwachsenenpsychiater sowie Psychoanalytiker). Die Bindungserfahrungen eines Kindes mit seiner Bezugsperson bilden sich in Bindungsmustern ab, die auf alle neuen bedeutsamen Sozialbeziehungen übertragen werden (können). Eine gute und sichere Bindung zwischen Lehrperson und Schüler/Schülerin steigert auch den Lernerfolg.


Auszüge aus Abschlussarbeiten der Teilnehmerinnen des Lehrgangs „Hundegestützte Pädagogik“ der PH Burgenland, Juni 2014

  1. Einsatz des Flat Coated Retriever „Holly“ in einer Volksschulklasse (s. auch Grundlagen der Bindungstheorie, der Schulhund allgemein, Organisation in der Schule, Schreiben an Eltern, ….) 
  1. Einsatz des Shelties „Jumper“ in einer 4. Volksschulklasse (Praxisreflexion, Entwicklung des Hundes in der Schule)
  2. Einsatz des Border Collies „Elliot“ in einer Volksschulklasse (s. auch Grundlagen der Bindungstheorie, Sinnhaftigkeit der hundegestützten Pädagogik, wissenschaftlicher Zugang, Literatur)
  3. Einsatz des Australien Shepards „Leo“ in einer einklassigen Volksschule mit 19 Schüler/innen  (Rückmeldungen der Schüler/innen zum Schulhund)
  4. Einsatz des Berner Sennen-Hundes „Sunny“ in einem SPZ (Bedeutung der tiergestützten Intervention, Wirkweise auf die Schüler, ……) 

Hunde in der Schule - empfohlene Richtlinien und deren praktische Umsetzung.

Daniela Ploberger, Bachelorarbeit. Pädagogische Hochschule Oberösterreich. 2015

Ziel der Arbeit ist es, die aktuelle Situation der Schulpräsenzhunde in oberösterreichischen Volksschulen darzustellen und die praktische Umsetzung von hundegestützter Pädagogik mit den Richtlinien des BMBF zu vergleichen. Es wird die Wirkung von Hunden auf Kinder anhand wissenschaftlicher Studien dargestellt und anschließend der Leitfaden des BMBF für den Hundeeinsatz in der Schule beschrieben. Im zweiten Teil der Arbeit werden die Ergebnisse einer Online-Umfrage unter hundeführenden Lehrkräften in oberösterreichischen Volksschulen präsentiert.

Bachelorarbeit

Geändert am: 01.03.2017

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